The event takes place on the  12th of July starting at  20:00.

Mit Nadire Yilmaz Biskin und Anneke C. Lubkowitz

Seit der Gründung 2017 ist die Lesereihe Nochnichtmehrdazwischen im Berliner Wedding beheimatet. Es ist an der Zeit, sich diesen Ort und seine Literat*innen einmal genauer anzuschauen.
Wer hier aus der U-Bahn steigt, Seestraße, Wedding oder Leopoldplatz, merkt schnell, das Leben spielt sich auf der Straße ab. In kaum einem anderen Stadtteil sind die Veränderungen, die Berlin momentan erfassen, so spürbar wie im Wedding. Es begegnen sich die unterschiedlichsten Menschen, Einwander*innenkinder in dritter Generation, Arbeiter*innenkinder in dritter Generation und Student*innenkinder in, nun ja, erster Generation. Sie trinken Tee für 1€ oder Flat White für 4,50€. Und für wieder andere scheint kein Platz mehr zu sein, diese trinken Bier für 45 Cent und hausen im Schlafsack auf dem Leo.
Wir sprechen mit zwei Literatinnen, die diesen Stadtteil kennen. Nadire Y. Biskin, auch bekannt als „die Hannah Arendt des Weddings“, lebt und arbeitet hier. Zuletzt wanderte sie durch die Straßen und beschrieb in dem Text „Borderline“, was sie sah.
Anneke Lubkowitz spaziert ebenfalls gerne und schreibt darüber. Ihr Essay „Falling through the map“ erschien bei SuKulTur und beschreibt eine Tour durch Gesundbrunnen und Wedding, für den Sammelband „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“, in dem auch Nadires Text „Borderline“ erschien, begab sie sich wieder auf die Reise durch den Stadtteil und auf verzweifelte Suche nach Frauennamen auf Straßenschildern. Wir wollen mit den beiden Autorinnen darüber sprechen, wie es sich in, über und mit dem Wedding lebt und schreibt. Außerdem reden wir über über das Laufen, Spazieren und Flanieren, das „Flexen“ in der Stadt.
Passend hierzu gehen auch wir diesmal auf die Straße (also fast, immerhin nach draußen, aber eher so Hinterhof). Gelesen und diskutiert wird diesmal in der Panke culture. Im Anschluss gibt’s Musik und Getränke und große Sommersause! Und Semesterferien sind auch!

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Aktionsfonds des Quartiersmanagement Pankstraße.

Eintritt frei!