2018/04/25
7 pm

e-Games – die Kunst des ernsten Spiels

Mit der Einführung des Computerspiels entwickelte sich eine eigene Kultur des elektronischen Spiels. Die Veranstaltungsreihe will Arbeiten von in Berlin lebenden Künstler*innen vorstellen, die sich kritisch mit den Computerspielen und ihren sozial-politischen Wirkungen auseinandersetzen. Parallel widmet sich das Filmprogramm in einer Reihe von Dokumentar- und Kunstfilmen dem E-Sport, der als Spezialfall des Spiels als Spiegel und Exerzierfeld der digitalen Netzwerkgesellschaft betrachtet wird.

Aram Bartholl spricht in seinem Vortrag über den Einfluss von Computerspielen auf seine Künstlerische Praxis und wird einige Projekte aus diesem Zusammenhang genauer erläutern.

Aram Bartholls Werk bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Internet, Kultur und Realität. Die vielfältigen Kommunikationskanäle sind selbstverständlich geworden, doch wie beeinflussen uns diese? Gemäß des Paradigmenwechsels der Medienforschung fragt Bartholl nicht nur, was der Mensch mit den Medien macht, sondern auch in wie weit die Medien den Menschen verändern. Das Spannungsverhältnis von öffentlich und privat, online und offline, von Technologieverliebtheit und Alltagsleben liegt im Kern seines Schaffens. In Form von Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum untersucht Bartholl die Wirkung, wenn Bestandteile der digitalen Welt mit der Realität zusammentreffen. Neben zahlreichen Vorträgen, Workshops und Performances wurden seine Arbeiten international u. a. ausgestellt im MoMA Museum of Modern Art, den Skulptur Projekten Münster und Venedig Biennale. Aram Bartholl lebt und arbeitet in Berlin.

 

Eva Grubinger

Im Kontext des frühen Internets und der Neuen Medien hat Eva Grubinger seit Mitte der 1990er Jahre das Medium der Skulptur fur sich weiterentwickelt und die Auseinandersetzung mit physischer Räumlichkeit gegen eine vordergründige Virtualisierung ins Zentrum ihrer Arbeit gerückt. Sie beschäftigt sich auf unterschiedliche Weise mit den semantischen Potentialen von Objekten. Das Motiv des Spiels tritt dabei in Ihrem Werk wiederholt in Erscheining.
Nach einer kurzen Einführung besteht die Möglichkeit Grubingers Arbeit ‘Hype!, Hit!, Hack!, Hegemony!’ (1996) – 4 analoge Brettspiele, welche die Spieler zu Akteuren in den Feldern Kunst, Popmusik, Internet, und politische Theorie machen, auszuprobieren.

Eva Grubinger, geboren 1970 in Salzburg, lebt in Berlin. Ihre Arbeiten wurden an zahlreichen internationalen Orten gezeigt, u.a. mit Einzelausstellungen im Museum Abteiberg Mönchengladbach, dem Kiasma-Museum Helsinki, der Schirn Kunsthalle Frankfurt, oder dem ICA in London. Weiters hat sie an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, u.a. in den Deichtorhallen Hamburg, dem Taipei Fine Art Museum, dem Krannert Art Museum, der Marrakech Biennale oder im Witte de With Center for Contemporary Art Rotterdam.

 

Gamer Age (2014) by Ian Santer and Jonathan Drake
An anthropological look into the rich culture of video games.

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